Museum Ludwig Blog

Museum Ludwig

Das Museum Ludwig ist das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt Köln. Benannt ist es nach dem Stifter-Ehepaar Peter und Irene Ludwig. Mit ihrer Schenkung von 350 Werken moderner Kunst legten sie 1976 den Grundstein für das sich heute zentral neben dem Kölner Dom befindliche Kunstmuseum.

Mit der größten Pop-Art Sammlung außerhalb der USA, der drittgrößten Picasso-Sammlung der Welt und den Sammlungsschwerpunkten des Expressionismus und der Russischen Avantgarde ist das Museum Ludwig ein Museum von Weltrang. Es beherbergt mit rund 70.000 Werken zudem eine bedeutende und umfangreiche Sammlung zur Fotografie von den Anfängen bis in die Gegenwart. Weniger bekannt, aber dennoch für das Profil des Hauses wichtig sind die Arbeiten von Künstler*innen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Diese globale Ausrichtung wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Denn eine Sammlung ist nie ganz abgeschlossen.

Über diesen Blog

Mit Unterstützung der Terra Foundation for American Art wurde am Museum Ludwig eine Stipendiatinnenstelle zur Sammlungserforschung im Bereich US-amerikanischer Kunst eingerichtet. Mit der Stelle soll im Museumskontext zur Forschungstätigkeit angeregt und der europäische Diskurs über die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene bildende Kunst der USA fortgesetzt werden. Binnen zweier Jahre wird Janice Mitchell die Bestände an US-amerikanischer Kunst bis 1980 im Museum Ludwig einer gründlichen Untersuchung unterziehen. Aspekte der Postcolonial, Gender und Queer Studies werden im Mittelpunkt stehen. Der Blog soll dazu dienen, Entdeckungen, die Janice Mitchell im Laufe ihrer Forschungen macht, zu veröffentlichen und zu teilen.

 

Autorin des Blogs

Janice Mitchell ist seit Juli 2018 als Stipendiatin [Terra Foundation Collection Research Fellow in American Art] am Museum Ludwig beschäftigt. Neben amerikanischer Kunst des 20. Jahrhunderts liegen ihre Forschungsinteressen in den Bereichen zeitgenössischer Kunst und kritische Kunstpraxis. Janice Mitchell ist Doktorandin am Central Saint Martins in London.

Die Terra Foundation for American Art wurde 1978 von Daniel J. Terra (1911–1996), einem Geschäftsmann, Kunstsammler und US-Sonderbotschafter für kulturelle Angelegenheiten, gegründet. Die Stiftung bemüht sich darum, national und international die Erforschung und das Verständnis der bildenden Kunst der USA zu fördern und die Freude an dieser Kunst zu vermehren. Da die Stiftung erkennt, welche Bedeutung das Erleben von Kunst im Original hat, schafft sie Möglichkeiten zum Austausch und zum Studium. Den Anfang machte sie mit der Ausstellung und dem Ausbau ihrer eigenen Kunstsammlung in Chicago. Um den interkulturellen Dialog über amerikanische Kunst voranzubringen, unterstützt die Stiftung innovative Ausstellungen, Forschungen und Lehrprogramme und beteiligt sich auch an ihnen. Diesen Aktivitäten unterliegt der Glaube, Kunst besitze das Potenzial, Kulturen sowohl zu unterscheiden als auch zu vereinen. Das Stipendium Terra Foundation Collection Research Fellow in American Art ist ein typisches Beispiel für die internationalen Zusammenarbeiten, die Kern und Mission der Terra Foundation ausmachen.

Zurück nach Oben